Krypto-Umsätze ohne eigene Webseite?

Warum man mit Facebook allein wenig erreichen wird

Die meisten Unternehmen haben eine eigene Webseite, auf welchen sie auf ihre Produkte und Dienstleistungen hinweisen. Es gibt aber auch einige, die bisher noch keine eigene Webpräsenz erstellt haben und mit ihren Kunden statt dessen über Systeme wie Facebook kommunizieren.

Beim Durchstöbern der neuen Akzeptanzstellen von www.bezahlenmitkrypto.de viel mir ein solches Unternehmen auf. Konkret handelte es sich um die Kelterei Schmidt, die laut ihrer Beschreibung Apfelwein, Apfelsaft und Likör verkauft – natürlich alles aus eigener Produktion. Relativ spontan entschied ich mich zum Kauf.

Beim Klick auf den Link zur Webseite landete ich auf der Facebook-Fanpage des Händlers. Dort öffnete sich der bekannte Messenger, über den ich den Betreiber auch gleich erreichte. Wir tauschten unsere Kontaktdaten aus und wenig später bekam ich per E-Mail eine Auflistung aller Produkte. Ich bestellte ebenfalls per E-Mail und entschied mich für die Zahlung per Litecoin (LTC). Die LTC-Adresse vom Händler bekam ich in einer weiteren E-Mail zugesendet, welche ich in mein „Wallet“ kopierte und dann wie gewohnt den eigentlichen Bezahlprozess auslöste.

Mein Lob per TwitterEin paar Tage später, meine Lieferung war mittlerweile angekommen, sah ich einen Tweet von der Dash Embassy, in welchem genau auf diesen Händler hinwiesen wurde. Da ich mit den gelieferten Produkten sehr zufrieden war, wollte ich den Händler etwas unterstützen und antwortete wie folgt (siehe Screenshot).

Ich freute mich sehr über die folgende Resonanz zu meinem Tweet (was mit Sicherheit auch an dem Retweet der Dash Embassy gelegen hat). Besonders interessant fand ich aber die Reaktionen, die mich in den folgenden Tagen erreichten. Immer wieder wurde mir die Frage gestellt:

Ich finde bei bei bezahlenmitkrypto.de bei diesem Händler nur einen Link zu Facebook. Hat er keine eigene Webseite?

Krypto-Entusiasten misstrauen Plattformbetreibern

Offensichtlich wollen viele Krypto-Enthusiasten Dienste wie Facebook nicht benutzen. Das ist nicht weiter überraschend wenn man bedenkt, dass diese Zielgruppe deutlich mehr Wert als der Otto-Normal-Verbraucher auf ihre Privatsphäre legt.

Ich möchte nicht behaupten, dass jeder, der Kryptowährungen hält automatisch weniger auf Facebook & Co unterwegs ist. Denn hier muss man schon zwischen den Menschen unterscheiden, die “nur” Kryptowährungen als reines Spekulationsobjekt halten und denen, die diese auch aktiv als alternatives Zahlungsmittel nutzen wollen.

Zu mindestens habe ich in diversen Gesprächen mit genau diesen Leuten herausgehört, dass die wenigsten von ihnen auf Portalen wie Facebook und Instagram unterwegs sind. Wenn sie über einen Messanger kommunizieren, dann z.B. über Telegram und nicht mit WhatsApp oder gar dem Facebook Messenger.

Auch haben mir mehrere Händler bestätigt, dass sie ihre meisten Umsätze mit Kryptowährungen über ihre eigene Webseite generiert haben. Voraussetzung war aber, dass diese beim Kunden als seriös und vor allem auch als sicher wahrgenommen wurde. Dazu gehört die mittlerweile obligatorische SSL-Verschlüsselung genauso, wie der Verzicht auf Elemente, die erst von irgendwelchen externen Servern nachgeladen werden.

Was bedeutet das für den Händler?

Wenn du die Zielgruppe der Krypto-Enthusiasten erreichen möchtest, musst du nicht zwangsläufig auf Facebook & Co verzichten. Auch brauchst du nicht unbedingt einen perfekten Webshop. Aber eine eigene Webseite, welche deine Produkte bzw. Dienstleistungen beschreibt und ein Kontaktformular, über welches dich deine potentiellen Kunden erreichen können, solltest du dir unbedingt zulegen.

Die kleinste Form einer solchen Webseite ist ein so genannter One-Pager. Dieser ist kein Hexenwerk und kann mit wenig Aufwand mit Baukastensysteme wie z.B. Wix erstellt werden.

Pro-Tipp: Wer Zugriff auf einen Linux Server hat und über etwas technisches Hintergrundwissen verfügt, sollte sich mal das Hugo Framework anschauen. Damit lassen sich schnell recht beeindruckende Ergebnisse umsetzen.

Solltest du dafür nicht die Zeit haben oder sich einfach auf dein eigentliches Business konzentrieren wollen, dann empfehle ich dir auf einen entsprechenden Dienstleister zurückzugreifen. In der Rubrik Werbung und Design findest du einige Spezialisten, die dir bestimmt helfen können. Selbstverständlich kannst du ihre Dienstleistungen auch in einer Kryptowährung bezahlen.

Hast du Anregungen oder Fragen zu dem Thema? Dann schreibe mir! Ich freue mich über jegliches Feedback und werde mich bemühen dir zeitnah zu antworten.

25. September 2018