Interview: Satoshi Spirits – Destillate so präzise wie ein Algorithmus

Thomas Neff von der Satoshi Spirit GmbHWas hat Satoshi Nakamoto mit Sizilien und Blutorangen gemeinsam? Thomas von der Satoshi Spirits GmbH hat dazu eine interessante Theorie. Um diese und natürlich um die Vorstellung eines weiteren Unternehmens geht es in diesem Interview.

Das Interview wurde im November 2019 geführt.

Heiko: Ihr stellt ja selbst in kompletter Eigenregie auf einer eigenen Destille den mittlerweile nicht nur in der Crypto-Szene sehr bekannten Satoshi Gin. Wie seit Ihr denn auf diesen Namen gekommen?

Thomas: *schmunzelt* Es gibt viele Theorien über Satoshi Nakamoto. Einer besonders spannenden nach gab es gegen Ende des zweiten Weltkrieges einen japanischen Kamikaze-Piloten, der einen Absturz am Ätna überlebte, von einer wundervollen Italienerin geborgen wurde, sich in sie verliebte und mit ihr zusammen einen Sohn mit dem Namen Satoshi gebahr.

Heute ist dieser Satoshi in fortgeschrittenem Alter, aber nach wie vor leibhaftiger Orangenbauer … unter anderem … Von ihm beziehen wir unsere Orangen. Kleiner Hinweis: Wieso ist das Bitcoin Logo wohl orange? 🙂

Es lag also auf der Hand, dass wir unsere Firma Satoshi Spirits nennen mussten, da wir seine einmal pro Jahr erntefähigen Blutorangen in unserem Gin Destillat verwenden.

Heiko: *lacht* Eine interessante Theorie – die war mir bisher neu! Aber im ernst: wie kam es wirklich zu zu Eurem Namen?

Thomas: Im Jahr 2017 standen meine beiden Partner Sebastian, Alessandro und ich Thomas (SAT) oft im Labor und tüftelten aufgeregt an der Rezeptur für unseren Gin. Irgendwann war es soweit und wir waren vom Geschmack und der Qualität überzeugt und überlegten, wie wir das Baby nennen sollten.

Da wir unabhängig voneinander Bitcoin erworben hatten -was wir zu Beginn überhaupt nicht voneinander wussten – und der Bullrun permanent in den Nachrichten auf dem Labor-TV vertreten war, fassten wir den Entschluss, dass wir die erste Charge Rohglas mit unseren Bitcoin finanzieren und unser Baby Satoshi nennen werden.

Der Gedanke faszinierte uns so sehr, dass wir das komplette Design und die Story so vielschichtig wie möglich in das Konzept integrierten.

Die botanischen Algorithmen leiteten wir aus den endlosen Excel Tabellen und unserer Rezeptformel aus dem Labor ab. Auf der Flasche landeten Design Easteregs wie Blockstream, ein „Don’t drink and trade“ Icon, der hashtag buythesip von buythedip, sowie eine Raketendestille, die natürlich to the moon fliegen soll.

Heiko:  Nun nennt ihr eurer Produkt nicht nur Satoshi-Gin, sondern akzeptiert auch Bitcoin in eurem Onlineshop. Wie viel Prozent der Kunden bezahlen mit einer Kryptowährung? Und welche Coins werden bei Euch am meisten genutzt?

Thomas: Aktuell werden ca. ein Prozent aller Bestellungen mit einer Kryptowährung bezahlt. Dabei werden Bitcoin und Dash am meisten benutzt. Ab und zu zahlt auch mal jemand mit Bitcoin Cash.

Da die meisten der Bestellungen nicht von Einzelpersonen sondern von größeren Wiederverkäufern stammen, überrascht uns der geringe Anteil von Kryptozahlungen nicht wirklich. Denn die meisten der Händler bezahlen ihre Rechnungen nach wie vor in Euro.

Heiko: Woran liegt das? Bzw. was müsste sich ändern, damit auch Zwischenhändler ihre Rechnungen in einer Kryptowährung bezahlen?

Thomas: Ich denke, dass als erstes die derzeit hohe Volatilität einer der wichtigsten Gründe ist, der gegen das Bezahlen mit Kryptowährungen spricht. Denn kein Unternehmer setzt sich gern dem zusätzlichen Risiko einer Währungsschwankung aus, wenn er stattdessen auch in Euro bezahlen könnte.

Eventuell würden mehr mit Bitcoin & Co bezahlen, wenn wir auch in Länder aus dem Nicht-EU-Raum versenden würden. Wie Du weißt, ist das derzeit noch nicht möglich. Aktuell versenden wir unseren Gin ausschließlich an Kunden aus Deutschland.

Heiko: … und wie sieht es mit den technischen Gründen aus, die gegen die Verwendung von zum Beispiel. Bitcoin sprechen?

Thomas: Beim Bitcoin haben wir natürlich die schwer zu kalkulierenden Transaktionskosten und das Warten auf der Transaktionsbestätigungen, wie wir es wieder am Wochenende vom 16./17.11.2019 hatten.

Ich bin aber davon überzeugt, dass diese Probleme mittelfristig durch das Lightning-Netzwerk gelöst werden.

Heiko: Okay, das bezieht sich auf Bitcoin. Und wie stehst Du zu den Altcoins Wie Bitcoin Cash, Litecoin und Dash?

Thomas: Ich beschäftige mich nicht mehr wirklich mit Altcoins, zu Beginn war Ethereum interessant, wurde aber kaputt-ge-ico-ed. Solange diese Coins aber nicht häufiger zum Bezahlen benutzt werden, bringen diese Feature leider auch nichts. Die bekannteste Kryptowährung ist nun einmal der Bitcoin und ich denke, dass sich daran auch so schnell nichts ändern wird.

Heiko: Welchen Payment-Provider nutzt ihr für Euer CryptoPayment?

Thomas: Aktuell haben wir noch Coingate im Einsatz. Anders als zum Beispiel Bitpay kann man bei CoinGate auch mit diversen Altcoins bezahlen.

Wir hatten uns damals für diesen Payment-Provider entschieden, da wir Zahlungen nicht nur in BTC und BCH, sondern auch in verschiedene Altcoins akzeptieren wollten. Auch war es uns damals wichtig, dass die Kryptoeinnahmen bei Bedarf automatisch in Euro umgewandelt werden können.

Heiko: Wieso sagst du “noch im Einsatz”? Plant ihr einen Wechsel und wenn ja, warum?

Thomas: Ja, wir müssen leider wechseln. Denn eigentlich sind wir mit Coingate sehr zufrieden. Nur treten ab Januar 2020 neue Richtlinien in Kraft, die so mit Coingate als Partner nicht umgesetzt werden können.

Ich bitte um dein Verständnis, dass ich an dieser Stelle hier nicht auf weitere Details eingehen kann und möchte.

Heiko: Klar – kein Problem. Gibts vielleicht bei euch noch etwas neues, auf das du an dieser Stelle hinweisen möchtest?

Thomas: Ja, ab dem 29.11.2019 beginnt unsere Weihnachtsaktion mit einem ganz besonderen und limitierten Angebot:

Eine Flasche “Satoshi Gin” in einer wunderbar mit schwarzem Naturpapier kaschierten Kartonhülse im Bundle mit dem Buch “Der Bitcoin Standard”. Ein Weihnachtsgeschenk ganz nach dem Motto: Genießen und bilden.

Ihr findet das Angebot auf unserer Webseite und bei unseren Partnern, wie zum Beispiel SatoshiGoods.

Heiko: Sozusagen das perfekte Geschenk für den Crypto-Fan 🙂

Thomas: Nicht nur für die, wir sehen dieses Bundle als das perfekte Geschenk von Fans für den Bruder, den Onkel, den kopfschüttelnden Freund etc.

Wir finden es wichtig, daß sich Leute grundlegend zum Thema informieren, ein Sachbuch ist aber vielen zu trocken. Deswegen packen wir einen fruchtigen London Dry Gin dazu, auch trocken, aber um einiges leichter zu genießen.

Heiko: Ich danke dir für das nette Gespräch und wünsche euch ein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft, sowie weiterhin viele zufriedene Kunden.

Thomas: Vielen dank – das wünsche ich dir auch!

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Möchtest du auch über deine Erfahrungen berichten, die du bei der Akzeptanz von Kryptowährungen in deinem Unternehmen gesammelt hast? Solltest du die hier genannten Bedingungen erfüllen, kannst du mich gerne kontaktieren. Ich werde mich zeitnah bei dir melden.

29. November 2019